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Schlittenhunde

Lauffreudige Sportskanone

Täglicher Auslauf ist unerlässlich auch für die geistige Entwicklung des TWHs. Andernfalls kann das bewegungsfreudige Tier im Haus sehr anstrengend werden. Wie auch der Wolf ist er ein geborener Langstreckenläufer und nahezu unkapputtbar. Selbst nach Wanderungen braucht er nur kurze Ruhephasen und ist erstaunlich schnell wieder fit.

Sofawolf

Ungern allein

Ein Tschechoslowakischer Wolfshund bleibt zeitlebens nur äußerst ungern allein. Unvorbereitet kann ein alleingelassener TWH in Panik geraten und dann zu einer wahren Zerstörungsmaschine in der Wohnung werden. Er kann es mit viel Geduld lernen, aber er wird stets mit großer Sorge auf die Rückkehr seiner Bezugsperson warten.

Tschechoslowakischer Wolfshund

Kraftstrotzendes Sensibelchen

So groß, robust und sportlich dieser Hund auch ist - er ist seelisch sehr verletzlich und muss einfühlsam und gerecht behandelt werden. Mehr...

Der TWH - ein Individuum mit viel Charakter

Typische Charaktereigenschaften des TWHs

Individuum mit Eigensinn

Ein guterzogener, artgerecht gehaltener, rassegerecht beschäftigter und daher zufriedener Hund ist ein gutmütiger und freundlicher Zeitgenosse. Er ist wachsam, mutig, Unbekannten gegenüber zurückhaltend und unaufdringlich. Er kann aber auch sehr eigensinnig oder sogar menschenscheu sein. Letzere Eigenschaft ist heute unerwünscht und führt (zumindest in der Tschechei) zum Ausschluß aus der Zucht.



Der TWH baut wie andere Rassen auch eine innige Bindung zu seiner Bezugsperson und seiner Familie auf. Er bleibt dennoch zumeist eigenständiger als andere Hunde. Insbesondere Rüden können sehr "dickschädelig" sein, wenn es um die Umsetzung eigener Interessen geht. Ein Grund könnte darin liegen, dass der TWH im Gegensatz zu anderen Rassen keine 4000 Jahre konsequenter Domestikation hinter sich hat. Die meisten Hunde bleiben im Gegensatz zum Wolf ein Leben lang im Welpenalter stecken und werden nicht wirklich erwachsen. Nur so ist der Hund übrhaupt als Haustier gängelbar. Er orientiert sich ein Leben lang an seiner Bezugsperson, dem Menschen. Wölfe machen dies in aller Regel nicht. Erst recht nicht jene Individuen, die sich zum Alphatier geboren fühlen. Der Umgang mit ihnen erfordert daher ganz andere Voraussetzungen. Zwar ist auch ein TWH kein reiner Wolf und auch kein Wolfshybride (als solcher dürfte er von Privatpersonen gar nicht gehalten werden), aber er steht genetisch seinen wilden Vorfahren sehr viel näher als andere Rassen. Zum Verglich: Den Dackel trennen rund 800 Generationen vom Wolf. Beim TWH war etwa nach der fünften Generation eine gewisse Erziehbarkeit feststellbar. Die letzte Einkreuzung eines Wolfes in die Rasse erfolgte erst vor relativ kurzer zeit im Jahre 1983!

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Die Rangordnung

Der TWH respektiert in der Familie alle Mitglieder und akzeptiert den ihm zugewiesenen Rang, sofern er es als Welpe gelernt hat. Doch Achtung: Durch seine hohe Intelligenz ist er schneller als viele Menschen in der Lage, Beziehungsstrukturen und eventuelle Hierarchien in der Familie zu durchschauen und zu seinen Gunsten zu nutzen und durchaus auch auszunutzen!

Er verfügt in dieser Hinsicht über einen untrüglichen Instinkt und lässt sich, im Gegensatz zum Menschen, nichts vormachen. Daher ist es wichtig, ihm seinen Rang (nämlich ganz am Ende) gleich von Beginn an unmissverständlich klar zu machen. Einen ausgewachsenen Hund, den man eventuell aus zweiter Hand erworben hat und seine Vorgeschichte nicht kennt, mag unter Umständen schwer davon zu überzeugen sein.



Nicht minder wichtig ist, diesem charaktervollen Individuum ein gewisses Maß an Eigenständigkeit zu lassen. Der TWH möchte nicht pausenlos gegängelt, bemaßregelt und schon gar nicht unterdrückt werden. Er will und muss sanft, aber konsequent erzogen werden, mit Freiraum zur Selbstentfaltung.

TWH allein zu Haus

Kind mit Tschechoslowakischem Wolfshund Ein rassetypisches "Problem" ist, dass viele Tschechoslowakische Wolfshunde so gut wie gar nicht nicht allein sein können. Was anderen Hunden zwar ungern aber dennoch gelingt, ist einem TWH nur nach konsequenter Erziehung und oft er erst mit einer gewissen Gelassenheit im Alter auch nur für kurze Zeit möglich. Sein Wolfserbe hat ihn zu einem ausgesprochen sozialen Tier gemacht, das eine tiefverwurzelte Überzeugung besitzt ohne den Rest des Rudels dem Tod geweiht zu sein. Aus seiner Sicht ist dies verständlich: Ein einsamer Wolf ist extrem angreifbar und hat kaum Überlebenschancen. So handelt auch ein alleingelassener TWH in Panik und wird ALLES! versuchen, den Menschen, die ihn zurückgelassen haben zu folgen. Simple Türschlösser oder Fenster, meterhohe Zäune und Mauern sind kein wirkliches Hindernis für ihn. Mein eigener TWH Paul ist von seinem Gehege aus auf das Dach des Wohnhauses geklettert, über das Spitzdach auf die andere Straßenseite gelangt, dort herunter gesprungen und mir über 10 Kilometer in den Nachbarort gefolgt, wo er mich dank seiner untrüglichen Nase glücklicherweise schnell gefunden hat. Zur Anmerkung: Er war nicht einmal allein zu Hause. Im Gehege war auch seine Gefährtin Wolfsblut und die Hunde meiner Freundin. Mir saß der Schreck tagelang in den Knochen angesichts der Vorstellung was alles hätte passieren können...

Sollte dem Hund ein Ausbruch unmöglich sein, werden Übersprungshandlungen als Ablenkung von seiner Seelenpein dafür sorgen dass die Wohnung in kürzerster Zeit in Trümmern liegt. Hinzu kommt lautstarkes Geheule, das die meisten Nachbarn nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißen wird. Eine Lösung besteht in der Haltung mehrerer Hunde (muss aber nicht - siehe meine eigene Erfahrung). Nach dem Ausbruch meines Hundes hatte ich ihn Zeit seines Lebens 24 Stunden täglich an meiner Seite. Mein Beruf hat mir das glücklicherweise ermöglicht. Andernfalls sollte schon aus diesem Grunde von der Anschaffung eines TWHs abgesehen werden. Bei aller Liebe und aller Faszination zu dieser Rasse: Es ist (mitunter) verdammt anstrengend!

Artgerechte Beschäftigung

Da er eine Aufgabe braucht, die ihn fordert und erfüllt, lernt er schnell und gerne. Zu Dingen, die ihm unangenehm erscheinen oder sinnlos, muss er allerdings geschickt motiviert, manchmal regelrecht überredet werden. Hilfreich ist es, den Hund vor jeder Übungseinheit erst einmal gründlich austoben zu lassen. Das kann allerdings lange dauern. Wie auch Wölfe sind TWHs ausgesprochene Langstreckenläufer mit unvorstellbarer Konstitution. Auch ihre Rekonvaleszenzphase nach langen Touren ist erstaunlich kurz.

Mehr noch als die körperliche Forderung muss ein TWH geistig beansprucht werden. Er ist wie bereits angemerkt ein überaus intelligenter Hund. Seine geistigen Leistungen müssen allerdings in Bahnen gelenkt werden. Unterfordert sucht sich so ein Hund seine Beschäftigung selbst. Sinnvoll ausgelastet ist ein TWH auch mit einem Garten zufrieden und muss sicher nicht täglich stundenlang laufen. Obwohl er sicher zu den Ausdauersportlern unter den Hunden gehört, chillt auch er gelegentlich sehr gerne und kann auch mal den ganzen Nachmittag auf dem Sofa verbringen.

Dem Gros der Tschechoslowakischen Wolfshunde gemein ist die strikte Weigerung, langweilige Wiederholungsübungen auszuführen. Auf Zwang in Verbindung mit Bestrafung reagiert er äußerst sensibel, gegebenenfalls sogar mit Flucht und bleibender Angst vor seinem Menschen. Ungerechte Behandlung merkt er sich und wird sich im schlimmsten Falle körperlich zur Wehr seutzen.

Wie alle Hunde unterwirft er sich willig einer Leitperson und wird alles in seiner Macht stehende tun, seinem Besitzer zu gefallen, weil dies seinem Wolfsnaturell entspricht und für ihn Schutz und Fürsorge bedeutet. Erkennt er in seinem Herrn diese Bedeutung nicht, wird er je nach Charakter nicht mehr gehorchen und kann dann aufgrund seiner Körpergröße und Kraft sehr unangenehm werden. Schlittenhunde Ich habe meinen Hunden solange sie jung und fit waren regelmäßig 20 Kilometer Auslauf verschafft, indem ich sie vor einen Roller gespannt habe. So war es mir möglich, die Strecke in weniger als zwei Stunden zu schaffen. Hinzu kamen dann noch natürlich die üblichen, kürzeren Gassigänge morgens und abends. Ohne diese Prozedur waren sie im Haus kaum zu ertragen und ein gemütlicher Fernsehabend mit Freunden völlig unmöglich. Andere TWH-Besitzer berichten aber auch von zufriedenen Hunden, die diese Gewaltmärsche nicht brauchen und mit gewöhnlichen Spaziergängen zufrieden sind.

Das Großartigste, was man Hunden bieten kann ist natürlich regelmäßiger Auslauf ohne Leine. Wer das ideale eingezäunte Gehege dazu nicht hat, der sollte sicher gehen, keinem anderen Menschen, Joggern oder Spaziergängern in die Quere zu kommen. Nicht etwa weil das Tier gefährlich wäre. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass schon der reine Anblick eines TWHs bei sehr vielen Personen Angst auslöst. Erst recht, wenn das Tier ohne Leine läuft und sich nähert. Der Respekt gebietet es, auch ein friedliches Tier anzuleinen, wenn andere Personen in Sichtweite kommen. In den meisten Kommunen ist das Laufen ohne Leine zudem verboten und kann zu einer empfindlichen Strafe seitens des Ordnungsamts führen.

Der TWH und fremde Menschen

Unbekannten Personen gegenüber ist der TWH oft scheu. Er sucht selten von sich aus den Kontakt. Wer sich ihm nähert, sollte das mit Geduld und Respekt machen. Zeigt der TWH kein Interesse oder gar Unwillen, sollte auch das respektiert werden.

In Menschnmengen fühlen sich die meisten Hunde nicht wohl. Dies gilt für den TWH mit seiner angeborenen Scheu erst recht! Dennoch ist es durchaus möglich, einen TWH an das Stadtleben zu gewöhnen und ihn zum Einkauf oder anderen Gelegenheiten mitzunehmen. Diese Gewöhnung sollte idealerweise aber schon im Welpenalter beginnen. Extrem menschenscheue TWHs werden dank verantwortungsvoller Züchter immer seltener. Viele Halter berichten von aufgeschlossenen und kontaktfreudigen Tieren.

Wie auch an anderer Stelle erwähnt, hat dieser Hund einen sehr starken Jagdtrieb, der bei einem schlecht erzogenen Hund auch vor Kühen und Pferden nicht halt macht. In früher Jugend ist es möglich, ihn mit anderen Tieren zu sozialisieren. Akzeptiert er dann zum Haushalt gehörende Kaninchen, Katzen etc., gilt das aber längst nicht für fremde Tiere. Im Verhalten anderen Hunden gegenüber benehmen sich TWHs so unterschiedlich, wie Hunde anderer Rassen auch. TWHs sind richtig gehalten, artgerecht sozialisiert und gut erzogen friedliche und gutmütige Tiere.

Das Erscheinungsbild des Tschechoslowakischen Wolfshundes

junger TWH Natürlich charakterisieren auch die körperlichen Merkmale einen Hund. Zum Thema Aussehen kann man sagen, dass man beim Tschechoslowakischen Wolfshund ein dem Wolf zum Verwechseln ähnliches Tier vor sich hat. Selbst Experten müssen auf Fotos oft zwei mal hinsehen um Unterschiede zu erkennen. Im Gegensatz zum Wolf ist beim TWH der Schwanz leicht gebogen und die Ohrmuscheln sind größer.

Zum Thema “Aussehen” hatte ich zunächst im Sinn, hier den genauen Rassestandard wieder zu geben. Ich muss aber gestehen, Rassestandards sind mir ein Gräuel. Es gefällt mir nicht, Qualität und Zuchttauglichkeit eines Lebewesens an einer menschenerdachten Norm zu messen. Züchter, Zuchtwarte, Aussteller und Juroren mögen mir bitte verzeihen. Oft genug geht gerade in der Hundezucht Auswahl und Anpassung an völlig widernatürliche Schönheitsideale am Wohl des Tieres vorbei. Das ist bedauerlich, aber passt in eine Welt, in der mit Klonen experimentiert, natürlich Gewachsenes “veredelt” und Gartenwege mit Wasserwaage und Winkelmesser angelegt werden.

Der TWH bildet hier zwar glücklicherweise eine Ausnahme - er ist weitestgehend “naturbelassen” und daher robust und von gesundem Hundeverstand. Dennoch möchte ich mich hier um eine Beschreibung bemühen, die ebenso naturbelassen ist und daher keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt.

Wer dennoch gern den aktuellen Standard erfahren möchte, wie exakte Stellung der Extremitäten, zulässige Winkel in der Schädelform und deren "fehlerhafte" Abweichungen, Stellung und Form der Ohren, etc., findet im Internet unter Eingabe der entsprechenden Suchbegriffe weitere Informationen.



Typische Merkmale des Tschechoslowakischen Wolfshundes:

Der Tschechoslowakische Wolfshund ist ein übermittelgroßer, stehohriger in Statur und Fellfarbe dem Wolf sehr ähnlicher Hund, der ausgewachsen etwa 65cm (Hündinnen) bis 75cm (Rüden) Schulterhöhe erreicht und zwischen 30 und 45 Kilo wiegt. Im Anschluss die wichtigsten Merkmale in Stichworten:

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Körperbau:

- Muskulös, hochbeinig mit eng beieinander stehenden Vorderläufen und leicht nach außen zeigenden Vorderpfoten,
- Leicht eingefallen wirkende Lendenpartie,
- Gerader Rücken, zur Kruppe hin nicht abfallend,
- Tiefer Brustkorb mit reichlich Platz für Herz und Lunge,
- Leicht aufgezogener Bauch,


Gang:

- Federnd und energiesparend, daher auch auf langen Strecken sehr ausdauernd,


Fell:

-Typisch wolfsfarben, ohne Flecken,
- Rauh, drahtig, dicht mit reichlich Unterwolle,
- Halblanghaarig, im Winter durch das Winterfell deutlich buschiger als im Sommer,
- Manche Tiere, vor allem Rüden haben eine imposante Halskrause,
- Allen Hunden gemein ist die typische Wolfsmaske mit heller Backenpartie,
- Im Vergleich zur Rückenpartie ist das Fell deutlich heller an Bauch, Brust und Oberschenkeln,
- Über der Schulter bis hinab zum Oberarm ebenfalls meist heller gefärbt.
- In der Mitte und am Ende der Rute dunkle bis schwarze Abzeichen, schwarze Schwanzspitze,
- Variieren können Wolfshunde aber in der Färbung und Kontrastierung des Fells an sich,
- Ebenso wie bei Wölfen reicht die Palette von hell silber-grau, gelb-braun bis dunkelgrau/braun,


Rute:

- Kräftig, gut bemuskelt, bis zu den Sprunggelenken reichend, in Ruhestellung locker herabhängend,


Augen, Ohren, Gebiss:

- Leicht schräg stehende, mandelförmig, bernsteinfarben bis hellbraune Augen, seltener dunkelbraun,
- Lider, Nasenspiegel, Lefzen, Krallen und Fußballen stets schwarz,
- Auffällig kräftiges Gebiss, Eckzähne weit größer als bei gleichgroßen Hunden anderer Rassen,
- Sehr gut entwickelter Geruchs- Seh- und Gehörsinn,

Zuchttauglichkeit:

Zur Zuchttauglichkeit gehört heute ein (Gen-)Gesundheitstests (HD, ED, DM, HZ, RPA, Cataract). Die vielen TWHs eigene Scheu führt heute in Tschechien zum Auschluß aus der Zucht.

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