Banner
Tschechoslowakischer Wolfshund

Gute Gene

Der TWH vereint in sich die guten Gene vom Hund und vom Wolf. So ist der heutige TWH (nahezu) umgänglich wie ein Hund und ausdauernd und intelligent wie ein Wolf. Auch die hohe Sensibilität, Ausbruchsphantasie und Zurückhaltung hat er von seinen wilden Ahnen.

Tschechoslowakischer Wolfshund bei Nacht

Am Anfang war der Wolf

Ursprünglich aus Kreuzungen zwischen Wölfen und Schäferhunden entstanden besitzt der TWH nicht nur äußerlich viel Ähnlichkeit mit seinen wilden Vorfahren. Ein Mischling ist er aber heute nicht mehr, sondern eine vom FCI anerkannte Rasse. Als echter Mischling dürfte er von Privatpersonen auch gar nicht gehalten werden.

Tschechoslowakischer Wolfshund

Mehr Hund oder mehr Wolf?

Der heutige TWH ist eindeutig ein Hund. Er ist weder Hybrid noch direkter Wolfsahn. Dennoch steht er genetisch dem Wolf näher als die meisten anderen Rassen.

Der TWH - am Anfang war der Wolf

Vom direkten Wolf-Schäferhund-Mischling zur eigenständigen Rasse

Entstehungsgeschichte des TWH: in aller Kürze

Erst 1999 endgültig als Rasse anerkannt handelt es sich beim Tschechoslowakischen Wolfshund um eine sehr junge und noch immer relativ unbekannte Hunderasse. Entwicklungsgeschichtlich geht dieser Hund direkt auf Kreuzungen zwischen deutschen Schäferhunden und Karpatenwölfen zurück. Die Tatsache, dass der Wolf direkter Vorfahr dieses imponsanten und sehr wolfsähnlichen Hundes ist, gibt immer wieder Anlass zu Spekulationen. Die einen verteufeln ihn als ein "Nicht Fisch- nicht Fleisch" Geschöpf, das durch die niedrige Beisshemmung des Wolfes und die Furchtlosigkeit vor dem Menschen angeblich unberechenbar sei. Die anderen sehen ihn romantisch verklärt als das zahme Abbild eines wölfischen Symbols von Freiheit und Abenteuer. Beide Ansichten werden dem TWH nicht gerecht. Ein Blick in die Geschichte dieser Rasse erklärt die Ambitionen, die zu seiner Züchtung geführt haben und was den TWH heute ausmacht.



Schutzhund für das Militär

1955 begann Karel Hartl in der ehemaligen CSSR mit diesem als Experiment gedachten Versuch - einerseits um zu beweisen, dass eine Wolf-Hund Verbindung fruchtbare Nachkommen hervorbringt. Andererseits hatte er die Ambition einen besonders aufmerksamen und unerschrockenen Gebrauchshund zu züchten. Aus der Zuverlässigkeit, dem Gehorsam und der Treue des deutschen Schäferhundes gepaart mit dem Mut, der Aggression und der körperlichen Ausdauer des Wolfes versprach man sich einen optimalen Schutz - und Gberauchshund für das Militär.

Das Experiment schlug fehl! Zwar besaßen diese sogenannten F1-Nachkommen durchaus viele wölfische Eigenschaften - jedoch bei Weitem nicht die, die man sich erhofft hatte. Statt wild und unerschrocken zu sein, zeigten sie deutlich Schreckhaftigkeit, waren menschenscheu und wurden (als Wildtiere, die sie immer noch waren, auf Flucht vor Gefahr programmiert) mit der Reizüberflutung der menschlichen Gesellschaft nicht fertig. Außerdem fühlten sie sich beim Überschreiten ihrer Sicherheitsgrenze (anders als Hunde) bedroht und griffen ihre Pfleger an. Sie akzeptierten auch keine wechselnden Bezugspersonen.

Erst Welpen der F3-Generation waren bedingt zähmbar und abrichtbar, wenn man sie früh genug den Eltern wegnahm und sie auf den Menschen prägte. Allerdings (wie auch der heutige TWH noch) widersetzten sie sich stets stupiden Wiederholungsübungen. Auch Generationen weg vom Wolf war es noch immer kaum möglich sie an andere Menschen als ihre engsten Bezugspersonen zu gewöhnen.

Rettung der letzten Nachkommen der ersten TWHs

Das Interesse an der Weiterzucht dieser Hunde erlosch in der Tschechei bald darauf und wäre wohl völlig zum Erliegen gekommen, wenn die Slowenen nicht diese Tiere, die eigentlich getötet werden sollten, übernommen und die Zucht fortgeführt hätten. Daher spricht man heute vom “Tschechoslowakischen Wolfshund”.

Logo TWH
Hier geht´s
zu den schönsten
Hundebildern
und Zeichnungen


Die letzte direkte Wolf-Einzüchtung erfolgte in den frühen 80iger Jahren. 1982 wurde erstmals ein Club des Tschechoslowakischen Wolfshundes mit Sitz in Prag gegründet. Der kynologische Dachverband der damaligen CSSR befand die neue Rasse zwar mittlerweile als ausgereift und würdig, national anerkannt zu werden, damit war der TWH aber noch immer keine international anerkannte Rasse. Erst im Jahre 1989 erfolgte auch der Eintrag des F.C.I. Die endgültige Anerkennung erfolgte in Mexico im Jahre 1999.



Der TWH gilt durch die Anerkennung als eigen Hunderasse nicht mehr als Hybrid ist darf daher prinzipiell von jedermann erworben und gehalten werden. In den letzten Jahren erfährt die Rasse eine langsam aber sicher wachsende Beliebtheit. Ob dies zu Gunsten der Tiere geht ist allerdings oft fraglich. Unüberlegt und unvorbereitet angeschafft stehen viele Freunde dieser urtypischen Rasse vor einem Problem, dass schnell zur völligen Überforderung von beiden, Mensch und Hund führen kann. Der Tschechoslowakische Wolfshund fordert mehr Sachverstand, Geduld, Aufmerksamkeit, Konsequenz und nicht zuletzt die sportliche Ausdauer seines Besitzers als die meisten anderen Rassen. Schon jetzt sitzen viele TWHs in Tierheimen oder Nothilfen und sind mit unguten Erfahrungen ausgestattet schlecht weiter zu vermitteln.

Hunderassen
Sie sind sich nicht sicher, ob ein TWH in Ihr Leben passt?
Machen Sie den Test:


zurück nach oben